Nach zehn langen Jahren Pause kehrte das Paganfest am 11. Januar 2025 triumphal in die Turbinenhalle Oberhausen zurück – und wir bekamen genau das, worauf wir gewartet hatten: eine epische Extended-Show mit einem der stärksten Line-Ups der Tour.
Das Line-Up las sich wie ein Wunschzettel der Pagan- und Folk-Metal-Szene: Alestorm, Ensiferum, Týr, Heidevolk und Elvenking, ergänzt durch zwei zusätzliche Special Guests: Einherjer und Waylander.
Im Mittelpunkt standen aber die beiden großen Headliner Ensiferum und vor allem Alestorm, die zu den Zugpferden der Pagan- und Folk-Metal-Szene gehören.
Die historische Turbinenhalle bot dafür den perfekten Rahmen: ein industrielles Ambiente, viel Raum für große Shows und eine Akustik, die den massiven Sound besonders gut trägt.
Leider waren wir am Einlass nicht schnell genug „abgefertigt“ worden, sodass wird Waylander verpassten. Gerne hätten wir ihre keltische Kriegsbemalung und den Mix aus Folk- und Pagan-Elementen live bewundert.
Elvenking, die uns mit ihrer neuen Single „Throes Of Atonement“ und einem gewohnt mitreißenden Set schnell auf ihrer Seite hatten. Ihr Power-/Folk-Metal füllte die Turbinenhalle mit choralen Mitsingmomenten und viel Bewegung.
Ein besonderes Highlight: Einherjer, die extra für die Oberhausen-Show als Special Guest auftraten. Wir hatten die Norweger noch nie live gesehen, entsprechend groß war die Vorfreude – und sie enttäuschten uns nicht.
Ensiferum brachten mit ihrem unverkennbaren Mix aus epischem Folk Metal und melodischem Death Metal sofort Bewegung in die Menge. Der Hallenboden vibrierte, als ihre hymnischen Refrains von hunderten Fans mitgesungen wurden. Die Band gehört seit Jahren zu den verlässlichsten Live-Acts des Genres – und das zeigte sich auch in Oberhausen: kraftvoll, präzise, publikumsnah.
Doch der wahre Höhepunkt des Abends war – wenig überraschend – Alestorm. Die schottischen Pirate-Metal-Ikonen lieferten eine Show, die zwischen Party, Chaos und brillantem Handwerk pendelte. Mit ihrem folkigen, humorvollen Sound und Songs, die praktisch dafür gebaut sind, Bierbecher fliegen zu lassen, zogen sie das Publikum sofort auf ihre Seite. Oberhausen fühlte sich mindestens für eine Stunde an wie das Deck eines vollkommen eskalierten Piratenschiffs.
Dass das Paganfest als „stärkstes Line-Up aller Zeiten“ beworben wurde, wirkte nach diesem Abend absolut gerechtfertigt. Die Kombination aus energiegeladenen Performances, einer nahezu ausverkauften Halle und einer Atmosphäre, die nur ein Paganfest erzeugen kann, machte den Abend zu einem der Konzert-Highlights zu Beginn des Jahres 2025.












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