Interrrail Polen 2025

Die Sommerreise begann am 26. Juli 2025 in Diepholz und führte über Berlin nach Warschau. Nach einer entspannten Zugfahrt erkundeten die Reisenden Warschau und genossen die Atmosphäre. Am 27. Juli reisten sie weiter nach Zakopane, wo sie eine familiäre Unterkunft fanden und die wunderschöne Natur erlebten. Die nächsten Tage beinhalteten Wanderungen mit wechselhaftem Wetter, beeindruckenden Ausblicken und köstlichem Essen. Die Rückreise am 2. August schloss die Reise ab und hinterließ schöne Erinnerungen. Die Mischung aus Stadtleben und Natur machte die Reise unvergesslich.

Tag 1 – 26.07.2025 | Diepholz – Berlin – Warschau

Der Startpunkt unserer Sommerreise lag früh morgens am Bahnhof Diepholz. Von dort ging es über Bremen und Hannover nach Berlin. In Berlin stand ein Transfer zum Bahnhof Berlin Gesundbrunnen an, bevor die internationale Verbindung Richtung Osten begann. Von dort aus fuhr unser Zug bis zum Bahnhof Warszawa Centralna.

Der Reisetag war lang, aber erstaunlich entspannt. Draußen zeigte sich der Hochsommer von seiner freundlichen Seite: In Diepholz und Berlin lagen die Temperaturen bei etwa 22–24 °C, während es in Warschau schon etwas wärmer wurde. In Warschau angekommen, empfing uns ein lauer Sommerabend mit rund 25 °C – perfekt, um noch kurz durch die Stadt zu schlendern.

Untergebracht waren wir in einem Apartment in zentraler Lage. Nach der langen Zugfahrt war der Hunger groß, und so gingen wir abends noch zu einem Burgerladen. Saftig, unkompliziert und genau das Richtige nach einem ganzen Tag auf Schienen – manchmal sind es genau diese einfachen Dinge, die einen Reisetag perfekt abrunden.


Tag 2 – 27.07.2025 | Warschau – Zakopane

Am nächsten Morgen setzten wir die Reise fort, diesmal vom Bahnhof Warszawa Centralna Richtung Süden bis zum Bahnhof Zakopane. Die Strecke zog sich durch weite Landschaften, kleine Städte und immer mehr Grün, je näher wir den Bergen kamen.

Das Wetter wechselte im Laufe des Tages: In Warschau noch sommerlich warm, wurde es in Zakopane spürbar frischer, etwa 18–20 °C, mit leicht bewölktem Himmel. Genau diese Bergluft machte sofort Lust auf die kommenden Tage.

Unsere Unterkunft im Tuberoza Bed & Breakfast in Zakopane war ein echtes Highlight. Sehr familiär, extrem gemütlich und mit viel Liebe zum Detail eingerichtet. Wir fühlten uns nicht wie Gäste, sondern fast wie zu Besuch bei guten Bekannten. Das Frühstück (immer mit leisem Jazz als Hintergrundmusik) war über die gesamte Zeit hinweg hervorragend – frisch, reichhaltig und der perfekte Start in jeden Tag.

Am Nachmittag erkundeten wir den Ort ein wenig, um ein erstes Gefühl für Zakopane zu bekommen. Abends gingen wir dann asiatisch essen: Ein chinesisches Restaurant, das geschmacklich überzeugte und eine gelungene Abwechslung zur regionalen Küche bot.


Tag 3 – 28.07.2025 | Zakopane

Der erste volle Wandertag stand an. Die geplante Komoot-Tour führte durch waldreiche Abschnitte rund um Zakopane. Es war unsere erste längere Wanderung auf dieser Reise, und ausgerechnet heute setzte leichter Regen ein. Die Temperaturen lagen bei etwa 16–18 °C.

Doch genau das machte den Reiz aus: Die frische, feuchte Waldluft, das leise Prasseln der Regentropfen und diese intensive Ruhe, die man nur fernab der Stadt findet. Natur pur – unbezahlbar.

Am Abend durften wir es dann italienisch angehen lassen. Eine Carbonara, cremig und sättigend, war der perfekte Abschluss nach vielen Kilometern auf den Beinen.


Tag 4 – 29.07.2025 | Zakopane

Am nächsten Tag ging es auf die andere Seite von Zakopane. Die Wanderung führte unter anderem auf den Gubałówka. Oben angekommen eröffnete sich ein herrliches Panorama auf die Tatra. Bei rund 20 °C und guter Sicht war der Ausblick wirklich beeindruckend.

Allerdings zeigte sich hier auch die touristische Seite Zakopanes: Viele Menschen, viel Betrieb. Erst nach zwei bis drei Kilometern abseits der Hauptwege wurde es ruhiger – und genau dort begann für uns der angenehmere Teil der Tour.

Abends stand deftige polnische Küche auf dem Plan. Herzhaft, bodenständig und genau richtig nach einem aktiven Tag in den Bergen.


Tag 5 – 30.07.2025 | Zakopane

Dieser Tag hatte es in sich – gleich zwei Wanderungen standen an. Am Vormittag den Ort etwas intensiver erkunden, kleine Straßen abseits der Hauptwege eingeschlossen.

Am Nachmittag folgte das Highlight: der Kasprowy Wierch. Mit der Seilbahn fuhren wir zunächst hinauf, was nicht nur Zeit sparte, sondern auch die Kräfte für den Gipfelblick schonte. Oben angekommen bot sich eine atemberaubende Aussicht auf die umliegenden Berge. Trotz vieler Menschen war das Gefühl, so weit oben zu stehen, einfach großartig. Das Wetter spielte mit: klare Sicht, etwa 15 °C, etwas Wind.

Abends gingen wir erneut ins Rispetto. Ein vertrauter Ort nach mehreren Tagen, gutes Essen, entspannte Atmosphäre – genau das, was man nach einem intensiven Wandertag braucht.


Tag 6 – 31.07.2025 | Zakopane – Warschau

Nach den Tagen in den Bergen hieß es Abschied nehmen von Zakopane. Vom Bahnhof Zakopane fuhren wir zurück nach Warszawa Centralna. Die Fahrt wirkte fast wie ein langsames Zurückgleiten in den Alltag.

In Warschau bezogen wir eine andere Unterkunft im gleichen Gebäude – diesmal mit einem besonderen Plus: 15. Stock, Blick über das westliche Warschau. Abends, wenn die Sonne langsam unterging und die Stadtlichter angingen, hatte das fast etwas Meditatives.

Zum Abendessen gingen wir griechisch essen. Leicht, frisch, viel Gemüse – ein schöner Kontrast zu den deftigen Tagen zuvor.


Tag 7 – 01.08.2025 | Warschau

Der Tag begann mit einer ausgedehnten Stadtwanderung durch Warschau, insbesondere durch die Altstadt. Bei sommerlichen 24–26 °C und viel Sonne war die Stadt voller Leben.

Besonders spannend: Der 1. August ist in Warschau ein sehr besonderer Tag. Es ist der Jahrestag des Warschauer Aufstands von 1944. Punkt 17 Uhr steht die Stadt für eine Minute still – Sirenen heulen, Autos halten an, Menschen bleiben stehen. Ein sehr eindrucksvoller, emotionaler Moment, der Geschichte plötzlich ganz nah bringt, ohne dass es sich wie eine offizielle Gedenkveranstaltung anfühlt.

Abends gingen wir ins Hard Rock Cafe. Ein internationaler Klassiker, aber in Warschau mit schöner Lage und entspannter Stimmung – ein gelungener Abschluss des Tages.


Tag 8 – 02.08.2025 | Warschau – Berlin – Diepholz

Am letzten Tag traten wir die Rückreise an. Vom Bahnhof Warszawa Centralna fuhren wir zurück nach Berlin und über Hannover und Bremen weiter bis nach Diepholz.

Noch einmal zog die Landschaft am Fenster vorbei, noch einmal dieses besondere Gefühl, unterwegs zu sein. Das Wetter zeigte sich ähnlich sommerlich wie zu Beginn der Reise – ein runder Abschluss.

Fazit

Diese Interrail-Reise war eine perfekte Mischung aus langen Zugfahrten, urbanem Leben und intensiver Naturerfahrung. Zakopane und die Tatra haben uns mit ihrer Ruhe und Weite beeindruckt, Warschau mit seiner Geschichte und Lebendigkeit. Genau diese Kombination macht für uns den Reiz des Reisens mit dem Zug aus: langsam, bewusst und voller kleiner, bleibender Eindrücke.
Polen und Norddeutschland: ca. 21–24 °C, wechselnd bewölkt



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