Über mich

Beruflich digitalisiere ich Prozesse, ehrenamtlich engagiere ich mich für Natur- und Umweltschutz, und privat fasziniert mich die Frage, wie Technologie und Transparenz dazu beitragen können, unsere Gesellschaft ein Stück besser zu machen.

Moin, ich bin Florian Willnat und lebe mit meiner Familie in Diepholz.

Mich begeistert die Frage, wie sich mit Technologie komplexe Probleme lösen und Informationen für Menschen zugänglicher machen lassen. Dabei bewegen mich ganz unterschiedliche Themen: Digitalisierung, Umwelt- und Naturschutz, erneuerbare Energien, kommunale Politik, Open Data und die Transparenz öffentlicher Informationen.

Foto: Bettina Kuhlmann

Vom Zimmermann in die IT

Mein Weg in die IT war kein gerader. Angefangen habe ich Mitte der Neunziger mit einer Ausbildung zum Zimmerer – drei Jahre Holz, Handwerk und Baustellen. Diese Zeit hat mich geprägt: Wer einmal einen Dachstuhl gerichtet hat, weiß, was Planung, Präzision und Teamarbeit bedeuten und wie wichtig sie sind. Das Handwerken hat mich übrigens bis heute nicht losgelassen.

Nach der Ausbildung habe ich den Kriegsdienst mit der Waffe verweigert – eine Gewissensentscheidung, die ich damals ausführlich begründet und dem Kriegsdienstverweigerungsausschuß mündlich vorgetragen habe und zu der ich bis heute stehe. Interessant im Rückblick: Schon in meiner Verweigerung von 1999 spielten ökologische Argumente eine zentrale Rolle. Meinen Zivildienst habe ich von Anfang Februar 1999 bis Ende Februar 2000 im Kreiskrankenhaus Diepholz geleistet – auf Station 1 und 3, als „Pflegekraft“. Dreizehn Monate am Bett hilfsbedürftiger Menschen relativieren vieles und haben mir einen Respekt vor Pflegeberufen mitgegeben, der bis heute anhält.

Über die Fachoberschule Technik und ein Studium der technischen Informatik in Osnabrück bin ich dann endgültig in der IT gelandet. Neben dem Studium jobbte ich schon im DSL-Support bei Osnatel, bevor ich anschließend zehn Jahre lang als Systemadministrator die komplette IT-Landschaft eines Diepholzer Maschinenbauunternehmens verantwortet habe – vom Server über CAD- und PDM-Systeme bis zur Virtualisierung der gesamten Infrastruktur. Später wechselte ich zu Boge nach Damme und koordinierte als IT-Business Analyst globale Projekte: weltweite Migrationen von Server- und Client-Landschaften, die Lizensierung des neu eingeführten Office365 und aller anderen Microsoft Produkte und die Kommunikation mit vielen externen Dienstleistern.

Heute beschäftige ich mich als PLM Solution Architekt bei der BASF in Lemförde mit der digitalen Abbildung von Produkt- und Entwicklungsprozessen. Hinter diesem etwas sperrigen Titel verbirgt sich vor allem die Aufgabe, komplexe Zusammenhänge verständlich zu machen und digitale Lösungen zu entwickeln, die Menschen bei ihrer Arbeit unterstützen.

LANabuse – wie alles anfing

Meine Begeisterung für Netzwerke und Technik hat allerdings noch eine ganz andere Wurzel: LAN-Partys.

Im Jahr 2001 habe ich als Schülervertreter die LANabuse an der BBS-Diepholz (heute BBZ) mitgegründet. Die erste LAN-Party in Diepholz fand im März 2001 in der Aula der Berufsbildenden Schulen statt – 120 Gamer, Counter-Strike, Quake und Unreal Tournament Turniere. Das alles für nur 15 DM Startgeld. Aus diesem Schulprojekt wurde eine feste Größe: Bis 2008 haben wir vierzehn LANabuse-Veranstaltungen mit jeweils 100 bis 400 Teilnehmern organisiert, von Diepholz über Rehden und Barnstorf bis Sulingen und Ochtrup.

Für mich war das weit mehr als Zocken. Hier habe ich gelernt, Netzwerke für hunderte Rechner zu planen, Technik unter Zeitdruck zum Laufen zu bringen und Veranstaltungen mit vielen Menschen zu organisieren. Die Gaming-Community hat mich nie ganz losgelassen: Auch heute bin ich noch regelmäßig auf LAN-Partys oder der GamesCom unterwegs.

Warum ich mich für Umwelt- und Naturschutz engagiere

Natur- und Umweltschutz sind für mich nicht bloß Politik auf dem Papier, sondern eine Frage der Verantwortung gegenüber kommenden Generationen.

Als Sprecher der NABU Gruppe Diepholz engagiere ich mich für den Erhalt von Lebensräumen, Artenvielfalt und natürlichen Ressourcen. Gleichzeitig beschäftige ich mich intensiv mit den Herausforderungen der Energiewende, nachhaltiger Mobilität und kommunaler Klimapolitik.

Dabei bleibe ich nicht bei Forderungen an andere stehen: Ich habe meinen eigenen CO₂-Fußabdruck innerhalb von zwei Jahren annähernd halbiert – das Auto verkauft und durch Fahrrad, Anhänger und Bus ersetzt, eine Photovoltaikanlage mit Speicher installiert, das Haus gedämmt und die Ernährung auf regionales Gemüse einer Solidarischen Landwirtschaft umgestellt. Nicht alles davon ist für jede*n machbar, das weiß ich. Aber die Erfahrung zeigt mir: Viele kleine Lösungen ergeben zusammen eine große.

Mich interessiert dabei besonders, wie ökologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Interessen miteinander in Einklang gebracht werden können. Mein technischer Hintergrund hilft mir dabei oft, komplexe Zusammenhänge zu analysieren und unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen.

Auch kommunalpolitisch engagiere ich mich seit mehreren Jahren: Ich war Mitglied des Vorstands von Bündnis 90/Die Grünen im Ortsverband Diepholz und kandidiere bei der Kommunalwahl 2026 für den Stadtrat Diepholz. Die Gestaltung unserer Städte und Gemeinden, die Energiewende vor Ort, eine offene Verwaltung und eine Mobilität, die nicht PKW-zentriert ist, gehören für mich zu den entscheidenden Zukunftsfragen.

Ehrenamt hat viele Gesichter

Ehrenamtliches Engagement zieht sich durch mein ganzes Leben – und nicht immer im selben Themenfeld.

Als 2. Vorsitzender des Vereins zur Förderung der Jugendkultur e.V. war ich viele Jahre an der Organisation und Durchführung des Appletree Garden Festivals beteiligt, einem internationalen Musikfestival mit 6.500 Gästen in Diepholz.
Als Schießsportleiter im örtlichen Schützen- und Schießsportverein habe ich Turniere mit über 150 Teilnehmern ausgerichtet.

So unterschiedlich diese Aufgaben sind – die Erfahrung ist immer dieselbe: Es lässt sich unglaublich viel erreichen, wenn Menschen gemeinsam an einer Idee arbeiten.

Mein Interesse an Open Data und Transparenz

Ein weiterer Schwerpunkt meiner privaten Projekte ist die digitale Transparenz.

Ich bin überzeugt, dass öffentliche Informationen möglichst einfach zugänglich sein sollten. Bürger*innen können Entscheidungen nur dann nachvollziehen und mitgestalten, wenn Informationen auffindbar, verständlich und nutzbar sind.

Deshalb beschäftige ich mich mit Projekten rund um Open Data, Dokumentensuche und digitale Informationsangebote. Mich fasziniert die Idee, mit moderner Technologie Wissen nicht nur zu speichern, sondern tatsächlich zugänglich zu machen.

Worum es auf diesem Blog geht

Auf willnat.org schreibe ich über alles, was mich beschäftigt: technische Projekte, künstliche Intelligenz, Digitalisierung, nachhaltige Entwicklung, erneuerbare Energien, kommunale Themen, Gaming, Reisen und manchmal auch einfach über Ideen, die mir nicht mehr aus dem Kopf gehen.

Dieses Blog ist für mich Wissensspeicher, Projekttagebuch und persönlicher Denkraum zugleich.